Chef-Sprüche

Auf Spiegel-Online wurde ein Artikel mit einigen Chef-Sprüchen gepostet. Wer keine Lust hat, sich dabei durch die „Fotogalerie“ durchzuklicken, finden diese auch hier zusammenkopiert.

Quelle

„Wir verschleißen so viele Mitarbeiter, bis wir die richtigen gefunden haben.“
Führungsutopie

„Wenn er es bis zum Arzt schafft, schafft er es auch ins Büro.“
Konter gegen Krankmeldung

„Fieber hat man erst, wenn die Eiweißmoleküle im Hirn anfangen zu klumpen.“
Der Wille besiegt den Körper.

„Wenn Ihre Frau Sie zu Hause vermisst, dann bringen Sie ihr halt mal Blumen mit.“
Ratschlag bei zu viel Überstunden

„Goethe war ein Nudist, aber nicht jeder Nackedei ist ein Goethe.“
Warnung vor Selbstüberschätzung

„Wer nicht selbst brennt, kann andere nicht anzünden.“
Schlachtruf der Burnout-Republik

„Wer mit Bananen zahlt, kann nur mit Affen rechnen.“
(Eine Gehaltserhöhung gibt’s trotzdem nicht.)

„Wir machen jetzt das Helikopterspiel. Ich mache Krach, und Sie rotieren.“
Der Chef versucht, die Arbeit als Spiel- und Sportspaß zu tarnen.

„Alles, meine Herren, was Sie nicht ins Gefängnis bringt, ist gut für das Unternehmen.“
Motivationsspruch I

„Sie werden bei uns noch sonstwas. Bestimmt.“
Motivationsspruch II

Angestellter: „Ich kann das nicht auch noch machen. Ich habe auch meine Grenzen.“
Chef: „Ich auch.“
Konter gegen Widerrede

„Kapitalismus ist keine Liegewiese.“
Manager-Variante von „Das Leben ist kein Ponyhof“

„Im Krieg…sterben die Leute.“
Totschlagargument gegen Ungehorsam

„Ich darf Sie jeden Tag bis an die Grenzen Ihrer Leistungsfähigkeit beanspruchen. Und wo diese Grenzen sind, das bestimme ich.“
Der Befehl kam von einem Leutnant. Er hatte seine Ausbildungskompanie angewiesen, Liegestütze über einem aufgeklappten Messer zu machen.

„Das Leben ist beschissen.“
Begründung für abgelehnten Urlaubsantrag

„Ich verstehe zwar nicht, warum, aber unser Abteilungsleiter mag dich.“
Motivationsspruch III

„Wenn ich jemandes Schuhe sehe, weiß ich, wie es in seiner Unterhose aussieht.“
Vorsicht! Der Chef sieht alles.

„Herr B. kommt auch mal mit einer Verbeugung ins Zimmer und sagt: Sie hatten recht. Sie tun das nie.“
Herr B. wurde befördert.

„Ich bin Chef, ich muss wissen, wie das geht.“
Osmotischer Wissenstransfer

„Ich bin Chef, ich muss nicht wissen, wie das geht.“
Priorisierung

„Für Probleme bin ich nicht zuständig.“
Abgrenzung der eigenen Kompetenz

„Ein Lob ist günstiger als eine Gehaltserhöhung. Also: Gut gemacht!“
Motivationsspruch IV

„Der taugt zu diesem Job wie der Igel zum Arschputzen.“
Der Chef wird kratzbürstig.

„Azubis dürfen geschlagen, getreten und notfalls auch getötet werden.“
Sklavenhaltung in der Grafikabteilung

„Da, wo Sie sitzen, kann ich mir auch gut eine Zimmerpalme vorstellen.“
Der Chef will Sie dematerialisieren.

„Nach Ihnen werde ich mein erstes Magengeschwür benennen.“
Ätzende Beleidigung

„Na? Mal wieder ab ins Taliban-Ausbildungslager?“
Konter gegen Urlaubsantrag an Ramadan

„Jetzt sind Sie schon zu zweit – und haben immer noch keine Ahnung.“
Gratulationsfloskel nach Geburt

„Sie können mit Ihrem Gehalt keine zwei Kinder ernähren? Dann muss eben eins sterben.“
Sozialdarwinismus in Gehaltsverhandlung

„Sie sind schuld, dass meine Milch ausbleibt.“
Rüffel einer Chefin, die gerade Mutter geworden ist

Chef: „Wer war der erste Mann auf dem Mond?“ Mitarbeiter: „Armstrong.“ – „Und der zweite?“ – „Keine Ahnung.“ – „Sehen Sie? Für den Zweiten interessiert sich kein Schwein.“
Motivationsspruch I

„Machen Sie heute ein Wettrennen, wer als Erstes die Firma verlässt?“
Motivationsspruch II

„Team steht nicht für: Toll, ein anderer macht’s.“
Hinweis zur Workflow-Optimierung

„Wann Sie überlastet sind, bestimme ich.“
Ressourcenoptimierung I

„Wer Burnout bekommt, arbeitet nicht genug, sonst hätte er keine Zeit dafür.“
Ressourcenoptimierung II

„Sie kommen mit Ihrer Meinung und gehen mit meiner.“
Konter gegen Widerrede

„Die Garde stirbt, aber sie ergibt sich nicht.“
Totschlagargument gegen renitente Mitarbeiter, frei nach Napoleon

„Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.“
Konter gegen Widerrede, frei nach Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg

„Eine starke Behauptung ist besser als eine schwache Tatsache.“
Der Chef wird rechthaberisch

„Kommen Sie mir nicht mit Sachargumenten.“
Kurz vor dem Realitätsverlust

„Ich weiß doch, was rauskommen muss. Wenn das bei dir nicht rauskommt, machst du eben was falsch.“
Nichts mehr zu retten

„Meine Praktikantin sieht jetzt mal unter dem Schreibtisch nach, ob alle Kabel stecken.“
Am Telefon zur IT-Abteilung

„Husten können Sie auch hier.“
Konter gegen Krankmeldung

„Fachlich mache ich mir um Sie gar keine Sorgen. Aber nehmen Sie doch mal zehn Kilo ab.“
Gesundheitstipp in Feedback-Gespräch

„Raus aus der Opferrolle!“
Motivationsspruch III

„Willst du mal ein richtiger Architekt werden? Oder ewig ein blöder Lochkartenstanzer aus dem Osten bleiben?“
Motivationsspruch für Mitarbeiter aus der ehemaligen DDR

„Die Kompanie marschiert wie eine dicke Raupe, die den Baum runterrutscht.“
Motivationsspruch bei der Armee

„Schreiben Sie dazu mal einen detaillierten Einzeiler.“
Kontrollanruf in einer dem Chef bislang unbekannten Abteilung

„Also, ich weiß gar nicht genau, was Sie machen. Ich sehe mich eher so als Ihr Coach.“
Einschätzung der eigenen Führungsrolle

„Was kosten Sie? Sie müssen weg.“
Schachmatt in zwei Zügen

„Das ist ein Wechsel für Ihre Zukunft.“
Tröstende Worte zur Auflösung einer Abteilung

„Sie können gar nicht kündigen. Sklaven werden verkauft oder erschossen.“
Konter gegen Kündigung

„Wenn ich gehe, werde ich noch einige von euch mitnehmen.“
Drohung eines Chefs, dem Altersteilzeit nahegelegt wurde

„Wer ich bin? Ich bin die Eins, die euch Nullen vorsteht, damit ihr überhaupt was wert seid.“
Mathematisierte Top-Bottom-Logik

„Ach, was reg ich mich auf! Wenn ich mir was beweisen will, gehe ich zur Arbeit. Da habe ich 250 Leute unter mir.“
Frustbewältigung nach verlorenem Golfspiel

„Ich bin dein Gott.“
Apotheose des Manager-Egos

„Nehmen Sie mein Wort oder meine Unterschrift niemals als gegeben hin.“
Verhandlungstaktik eines Generaldirektors

„Viel Arbeit hat noch niemandem geschadet – das sehen Sie ja an mir.“
Motivationsspruch eines geschiedenen Chefs mit Sozialphobie

„Brot schimmelt. Scheiße stinkt. Und was können Sie?“
Motivationsspruch I

„So wie ihr arbeitet, möchte ich mal Urlaub machen.“
Motivationsspruch II

„Ich kann mich auch irren, aber das glaube ich nicht.“
Selbsteinschätzung des Chefs

„Nein, wir reden nicht aneinander vorbei. Sie verstehen mich nicht.“
Vorsicht, jetzt sucht er den Fehler bei Ihnen.

„Ich hasse euch alle! Ihr seid alle Versager!“
Rumpelstilzchen-Anfall nach zu viel Widerrede

„Lenin sagte schon: Wenn hundert Leute aus der Partei austreten, macht es die Partei nicht schwächer, sondern stärker.“
Nach der Entlassung

„Solange Sie nicht tot sind, können Sie arbeiten.“
Konter gegen Krankmeldung

„Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen.“
Empfehlung bei allzu kreativen Ideen

„Ich habe keine Probleme, ich habe Angestellte.“
Motivationsspruch III

„Das Pferd muss schwitzen, nicht der Reiter.“
Führungsphilosophie

„Mitarbeiter sind wie Luftballons: Sobald man sie loslässt, machen sie ‚Pffffffffrrzr‘ und fliegen ziellos davon – bis ihnen die Luft ausgeht.“
Führungskraft mit aufgeblasenem Ego

„Führung bedeutet, den Mitarbeiter so über den Tisch zu ziehen, dass er die Reibung als Nestwärme empfindet.“
Führungsutopie

„Nett sitzt auf der Ersatzbank“
Karrieretipp von einem, der sich durchgeboxt hat

„Die Doktoranden können ja auf dem Boden schlafen.“
Vorschlag für Sparmaßnahme

„Machen Sie doch bitte mal die Tür zu. Oder können Sie das auch nicht?“
Motivationsspruch IV

„Regelmäßiges Versagen ist auch eine Form der Zuverlässigkeit.“
Motivationsspruch V

„Nicht jeder Urlaub muss zwanghaft genommen werden.“
Ratschlag zur Fortbildung

„Sie müssen sich irgendwann im Leben entscheiden. Wollen Sie Freizeit-Ingenieur werden? Oder reichen Ihnen zwei Prozent Freundeskreis?“
Karrieretipp eines Workaholics

„Der Vorstandsvorsitzende weiß sehr genau, dass Sie alle einen sehr guten Job gemacht haben.“
(Der kennt nicht einmal Ihre Namen und will sich auch gar nicht mit Ihnen abgeben. Das muss ich leider tun.)

„Leistungsbereitschaft wird auf jeden Fall honoriert.“
(Nicht gekündigt zu werden, muss allerdings Honorierung genug sein.)

„Wenn IRGENDETWAS sein sollte: Kommen Sie zu mir. Meine Tür steht IMMER offen.“
(Aber BITTE erwarten Sie nicht von mir, dass ich Ihnen helfe oder eine sonstwie geartete Lösung parat habe.)

„Andere Länder, andere Titten.“
Machospruch beim Besuch einer Niederlassung im Ausland – nach Begutachtung der Sekretärinnen

„Man kann nicht jedes Ei beklatschen.“
Sprachbild bei seltenem Lob

„Meiden Sie die B-Wörter: Betriebsrat, Bildungsurlaub, Bonus.“
Ratschlag bei der Einstellung

„Hoher, steter Druck von allen Seiten formt aus Kohle Diamanten.“
Während der Probezeit

„Stress ist was für Leistungsschwache.“
Nach der Probezeit

„Wir sind hier nicht bei ‚Wünsch dir was‘, wir sind hier bei ‚So isses‘.“
Betriebsalltag, Teil I

„Nicht geschimpft ist genug gelobt.“
Betriebsalltag, Teil II

„Wer lacht, hat noch Reserven.“
Motivationsspruch I

„Das Team sieht aus wie meine Jeans – an jeder wichtigen Stelle eine Niete.“
Motivationsspruch II

„Sie benutzen nur zwei Gänge beim Denken: Leerlauf und rückwärts.“
Motivationsspruch III

„Lassen Sie das, konzentrieren Sie sich auf die einfachen Aufgaben.“
Motivationsspruch IV

„Überstunden sind ein Zeichen dafür, dass Sie sich mit der Firma identifizieren.“
Motivationsspruch V

„Ich weiß, diese zusätzliche Arbeit bedeutet eine Mehrbelastung. Verstehen Sie es als Auszeichnung.“
Oder als Ausbeutung

„Der Tag hat 48 Stunden – wenn das nicht reicht, nehmen wir noch die Nacht dazu!“
Rechnen soll gelernt sein

„Haben Sie nichts zu tun, oder warum gehen Sie schon?“
Beliebter Spruch nach einem Zwölf-Stunden-Arbeitstag

„Na, wieder einen halben Tag Urlaub?“
Nach einem 14-Stunden-Tag auf dem Nachhauseweg

„Freunde der Nacht!“
Bei der Ankündigung von Überstunden bis in den späten Abend

„Ihr habt am Feiertag nicht frei. Dafür dürft ihr am Wochenende arbeiten.“
Großzügige Geste

„Ich will keine Probleme, sondern Lösungen.“
Dann hätten Sie Chemielaborant und nicht Geschäftsführer werden sollen

„Wenn Sie nicht alles schaffen, verlange ich, dass Sie Prioritäten setzen.“
Könnte funktionieren, wenn der Chef nicht dazwischenfunkt

„Wir sitzen alle in einem Boot.“
Ja, aber es ist eine Galeere

„Wenn Sie anpacken, ist es so, als ob fünf Leute loslassen.“
Warum ist das mit dem Urlaubnehmen dann immer so ein Problem?

„Mein Weg oder Heimweg, was ist Ihnen lieber?“
Aus dem Amerikanischen I

„Ich bin wie ein Kreuzfahrtschiff. Wenn ich untergehe, dann nehme ich eine Menge Leute mit.“
Aus dem Amerikanischen II

„Lieber sonntags arbeiten als montags bei der Arbeitsagentur.“
Warnhinweis Nr. 1

„Sie brauchen dringend Urlaub. Das unnötige Herumstehen hat Sie recht müde gemacht.“
Warnhinweis Nr. 2

„Wenn Sie so tun als würden sie arbeiten, werde ich so tun als würde ich Sie dafür bezahlen.“
Alarmstufe eins

„Schauen Sie auf Ihre Kontoauszüge. Da taucht regelmäßig derselbe Name auf. Und solange das so ist, wird gemacht was ich sage. Oder Sie gehen.“
Es wird brenzlig.

„Sie wissen doch, dass ich Ihr Zeugnis schreibe.“
Höchste Alarmstufe.

„Wie lange arbeiten Sie hier schon – morgen einmal nicht mitgerechnet?“
Alarm missachtet

„Ein Blinddarm fehlt auch.“
Nach der Kündigung

„Ober sticht unter.“
Sinnspruch zur Top-Bottom-Logik, Teil I

„Jeder hat so sein Problem – das ist jetzt Ihres!“
Sinnspruch zur Top-Bottom-Logik, Teil II

„Wenn ich die Suppe verbrenne, löffeln Sie sie aus. Fertig.“
Sinnspruch zur Top-Bottom-Logik, Teil III

„Es kann nicht nur Häuptlinge geben.“
Selbsteinschätzung des Chefs

„Ich brauche keine Hilfe, das ist alleine schwer genug.“
Der Häuptling wird überheblich

„Ich schicke den besten Mann aus meinem Team. Ich komme selbst.“
Kurz vor dem Abheben

„Über einem Geschäftsführer gibt es nur noch den lieben Gott.“
Nichts mehr zu retten

„Wenn der Kuchen spricht, dann schweigt der Krümel.“
Sinnspruch zur Top-Bottom-Logik

„Wollten Sie nicht Karriere machen?“
Sinnspruch zur Top-Bottom-Logik

„Wenn Sie ein Beißer wären, würden Sie den Urlaub verschieben.“
Kein Vergnügen für den einen,…

„Schneller rudern, ich will Wasserski fahren.“
…viel Vergnügen für den anderen

„Nach oben ist immer Luft.“
Himmlisches Argument

„Zum Träumen ist die Nacht da.“
Traumhaftes Gegenargument

„Man muss manche Menschen erst brechen, um sie aufzubauen.“
Ein Klassiker aus dem Militär

„Gutes Personal ist schwer zu finden.“
Ein Klassiker aus dem 19. Jahrhundert

„Teamwork ist, wenn alle machen, was ich sage.“
Selbstbestimmung eines Chefs

„Bei einem Zug entscheidet die Schiene die Richtung.“
Sanfte Variation der Selbstbestimmung

„Das Leben ist kein Wunschkonzert.“
(Aber einer spielt natürlich immer die erste Geige)

„Vertrauen ist der Anfang von allem.“
(Wer das hört, sollte misstrauisch werden)

Chef: „Sie arbeiten doch gern hier, oder?“
Angesteller: „Ja, klar.“
Chef: „Warum tun Sie’s dann nicht?“
(Wer das hört, sollte noch misstrauischer werden)

„Glück und Erfolg beginnen im Kopf.“
(Doch wo beginnen Pleiten, Pech und Pannen?)

„Bewache die Nase bei starkem Frost.“
Warnung vor eisiger Kälte

„In einer Höhle ist kein Platz für zwei Bären.“
Warnung an potentielle Rivalen

„Setzt du ein Schwein an den Tisch, legt es bald auch seine Füße drauf.“
Warnung vor Kollegen

„Nur wer gegen den Strom schwimmt, kommt zur Quelle.“
Feuchtes Sprachbild

„Wenn du ein totes Pferd reitest, steig ab!“
Tierisches Sprachbild

„Sie wissen doch, der Kollege braucht Handsteuerung.“
Mechanisches Sprachbild

„Solange in der Kirche noch georgelt wird, ist der Gottesdienst nicht aus.“
Göttliches Sprachbild

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